Anfänge der Digitalisierung in der Volkshochschule Oldenburg i.H.

digitalisierung vhsDies ist schon eine ungewöhnliche Geschichte, doch für mich genau das Richtige zum perfekten Zeitpunkt. Ins Rollen kam alles durch einen Anruf meinerseits bei Herrn Michael Kümmel, dem Geschäftsführer der Volkshochschule Oldenburg in Holstein, da ein Kurs „Websites erstellen“ ohne Nennung eines*r Dozenten*in ausgeschrieben war.

Ich erzählte von mir und wir kamen überein, dass ich die Digitalisierung der Volkshochschule in Angriff nehme. Und plötzlich öffnete sich eine Tür, die alle Möglichkeiten verspricht. Doch es gibt keine Bücher darüber, wie man das Ganze angeht. Die Digitalisierung in den Volkshochschulen landauf landab läuft gerade erst an. Es entstehen erste Digicircle, in denen sich Volkshochschulen zusammen tun und gegenseitig unterstützen.

Herr Kümmel und ich hatten zunächst überlegt, uns einem Digicircle anzuschließen. Doch dazu kam es nicht. Nun bin ich seit Wochen dabei, mir zu überlegen, wie man am besten eine Volkshochschule digitalisiert.

Woraus besteht Digitalisierung

Von Anfang an war mir wichtig, herauszufinden, welche Begriffe in Bezug auf die Digitalisierung auftauchen, welche Erwartungen vorhanden sind und wo Probleme gesehen werden. Denn eines ist klar: Digitalisierung hat unterschiedliche Sichtweisen, Facetten und Ebenen. Und die Frage ist: Worüber reden wir eigentlich? Einen guten Input bekam ich auf drei Veranstaltungen zum Thema im Landesverband der Volkshochschulen von Schleswig Holstein. Es fielen Begriffe wie Online Kurse, Social Media, Virtual Reality Brillen, CC-Lizenzen, Störerhaftung, Doodle und Adobe Connect.

Wo setzt man an

Auf diesen Veranstaltungen wurde mir auch klar, dass nicht alle Beteiligten denselben Wissensstand haben, sondern jeder andere Erfahrungen in Bezug auf die Digitalisierung vorweisen kann. Es gibt unterschiedliche Erwartungen und Interessen. Besonders interessant war eine Diskussion, in der es darum ging, wo man ansetzen sollte, eine Volkshochschule zu digitalisieren. Ich zog aus dieser Diskussion für mich heraus, dass man bei den Dozenten*innen ansetzt, denn sie sind der Dreh- und Angelpunkt. Sie beeinflussen mit ihrer Arbeit die Abläufe in der Volkshochschule und gleichzeitig tragen sie ihre (digitalisierte) Art des Lehrens in die Kurse.

Wie geht man vor

Es führen bestimmt viele Wege nach Rom. Und so hatte ich zunächst überlegt, einen Workshop zu organisieren, in dem ich mit den Dozenten*innen verschiedene digitale Tools ausprobiere. Doch ich fragte mich dann, was ich damit erreichen kann. Auch wenn einige Dozenten*innen die Tools interessant finden, werden diese vielleicht zum Unterrichten in den Kursen gar nicht gebraucht. Bestimmt zeigt es irgendwann Wirkung, wenn man punktuell hier und da ein digitales Tool oder einen Begriff aus dem Online Lernen erklärt. Doch ist das der richtige Weg, so dass jeder das findet, was er braucht?

Umgesetzt habe ich die erste Aktion in Richtung Digitalisierung so, wie es mir den Zugang zur Digitalisierung erleichtern würde: Wir installierten das Lernmanagement-System Moodle und ich legten darin einen Online Kurs an. In diesem Kurs unterteile wird die Digitalisierung in einer Volkshochschule in verschiedene Bereiche eingeteilt. Jeder Bereich wird mit entsprechenden Begriffen ergänzt und erklärt. Am Ende des Kurses findet sich eine Umfrage, in der wir wissen möchten, welche Vorkenntnisse es schon gibt und auch welche Erwartungen. In Kürze werde ich die Dozenten*innen in Moodle registrieren und hoffen, dass möglichst viele teilnehmen. Aus den Ergebnissen der Umfrage läßt sich vielleicht eine Tendenz ablesen, welche Themenbereiche besonders interessieren. Danach könnten Workshops zu bestimmten Bereichen folgen oder die individuelle Beantwortung von Fragen.

Ob das der Königsweg ist, werden wir sehen. Es ist ein Anfang.

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Ich bin überzeugt von Wordpress und lege Websites & Blogs an. Installiere Moodle und darin Online-Kurse, übersetze Inhalte in Materialien wie Videos, Erklärvideos, Fotos, Infografiken, Sketchnotes, Podcasts. Sammle die Namen diverser digitaler Tools, teste. Bin Allrounder ohne Experte eines Tools zu sein. "sugoe" für Susanne Goedeke

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Susanne, Deinen Blog habe ich heute erst entdeckt. Spannend, welchen Ansatz Du/ Ihr verfolgt. Ich werde mit großem Interesse immer mal wieder „vorbei“ gucken und mich freuen, wenn der Ansatz greift, also viele Dozenten auf Moodle ankommen.
    Wir versuchen uns daran auch schon seit einiger Zeit.
    Herzlich Grüße aus dem Südwesten Beatrice

    • Liebe Beatrice, freut mich sehr dass Du auf unser Blog gefunden hast und Dich meldest. Das verleitet mich natürlich gleich zu dem Gedanken, mehr darüber zu erfahren, wie bei Euch an der VHS Karlsruhe die Digitalisierung umgesetzt wird. Was ist Euch wichtig zu erreichen, wie ist Eure Herangehensweise? Wenn Du magst, kannst Du mir gern auf irgendeinem Kanal antworten, oder ich nehme es gern als Gastbeitrag mit auf das Blog. Würde mich sehr freuen. Viele Grüße von der Ostholsteiner Ostseeküste Susanne

    • Vielen Dank für den Tipp. Das Blog hatte ich auch schon gefunden.. und ich werde zeitnah mal eine Blogroll einrichten mit all den interessanten Blogs. Bin gespannt auf unser Treffen. Beste Grüße Susanne

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