Erste digitale Lebenszeichen

lebenszeichen

Lebenszeichen

Ich weiss gar nicht genau, wie schnell oder langsam ich es mir vorgestellt hatte, in der Volkshochschule Oldenburg in Holstein die Digitalisierung mit auf den Weg zu bringen. Sagen wir mal so: es besteht eine Neugier gegenüber der Digitalisierung. Und das ist schon mehr als in manch anderer Volkshochschule, wie ich gehört habe.

Was in den letzten Wochen geschah

Erwähnen kann ich hier, dass wir Ende November beim offenen Kanal in Kiel eingeladen waren und uns technische Neuerungen ansehen und ausprobieren durften. So konnte ich testen, wie ein 3D-Drucker funktioniert oder auch ein Laser-Cutter, beides bestimmt sehr interessante Neuerungen für Firmen. Auch Virtual Reality-Brillen konnten probiert werden, wobei ich sehr gespannt bin, wo diese in Zukunft überall eingesetzt werden. Was es mit unserem Besuch in Kiel auf sich hatte und was weiter passieren wird, sei an dieser Stelle zunächst nicht erwähnt. Alles hat seine Zeit.

Im November hatte ich zwei Kurse im Programm der VHS Oldenburg angeboten, „Website erstellen mit WordPress“ und „Bloggen mit WordPress“. Im Januar sollte es noch den Kurs „Digitale Tools für den Alltag“ geben. Leider haben sich für keinen der Kurse genügend Teilnehmer gefunden.

Erste digitale Lebenszeichen

Deshalb bin ich umso mehr erfreut, dass die VHS Oldenburg in Holstein in der vhs.cloud freigeschaltet wurde. Und ich wurde von Mitarbeiterinnen gebeten, eine Gruppe einzurichten, in der sie sich mit KursleiterInnen austauschen können. Ich denke, diese intrinsische Motivation braucht es, um zu starten. Ich werde als Administratorin der Cloud für Oldenburg nun die Gruppe anlegen und die Kursleitenden einladen. Und vielleicht möchte dann der/die eine oder andere KursleiterIn einen Kursbereich in der Cloud für ihren Kurs. So könnten dann nach und nach mehr Personen die Cloud erkunden.

Dazu sei erwähnt, dass bisher nur Digicircle (digitale Pilotprojekte) in der Cloud freigeschaltet und im Umgang geschult wurden. Eigentlich, denn wie ich berichtet habe, drängt es in Schleswig-Holstein die Digicircle nicht unbedingt in die Cloud. Warum das so ist, kann ich nicht recht sagen. Zum einen wird es die Sorge sein, inwieweit sie es neben all den anderen Programmen und bestehenden Moodle-Installationen nutzen sollen und können. Zum anderen fehlt wahrscheinlich eine Vision, wo es in den nächsten Jahren mit den Volkshochschulen hingehen soll. Allein die Funktion der vhs.cloud zu erklären wird nicht reichen. Es braucht einen Plan, wie Online die Volkshochschulen aus der Präsenz werden. Und das sind ja eigentlich die großen Fragen, mit denen sich auch Hochschulen und andere Weiterbildungseinrichtungen beschäftigen: Wie kann Präsenz mit Online-Anteilen kombiniert werden? Speziell bei den Volkshochschulen: Wie können Volkshochschulen sicherstellen, dass sie regionale Angebote und die Treffen vor Ort bewahren können (ihr Markenzeichen), gleichzeitig die KursleiterInnen Online-Angebote anbieten können, die überregional sind? Wie können KursleiterInnen gehalten werden, wenn sie durch Online-Angebote gar nicht mehr an die Volkshochschulen gebunden sind? Und dann liest man Artikel wie diesen, dass die Digitalisierung 3,4 Mio Arbeitsplätze bedrohen. Doch in der Politik wird kaum über die Digitalisierung gesprochen. Ich denke, das macht Angst. Man möchte den Volkshochschulen zurufen: Schnell, digitalisiert euch! Dann seid ihr ganz vorn mit dabei! Aber einen Plan braucht es, wohin das Schiff steuert.

Was noch geplant ist

Im letzten Blogartikel habe ich darüber siniert, wie man die Produktion von Lernvideos finanzieren könnte. Ich habe nun entschieden, einen Online-Kurs zu entwickeln, in dem die Konzeption und Produktion von Lernvideos vermittelt wird. Finanzieren werde ich ihn darüber, dass jede/r selbst entscheidet, wieviel er/sie dafür bezahlen möchte. Dieser Kurs hat zwar vordergründig erstmal nichts mit der Volkshochschule Oldenburg in Holstein zu tun. Aber wer weiß. Vielleicht gibt es irgendwann ein ergänzendes Portal zur vhs.cloud für VHS-KursleiterInnen, wo sie ihre Online-Kurse öffentlich anbieten und vor Ort in den Volkshochschulen den Präsenzteil im Sinne von Flipped Classroom durchführen können. Dann schließt sich für mich der Kreis wieder zur VHS Oldenburg und dem Markenzeichen der Volkshochschulen, dem Präsenzangebot.

Teile gern:

Veröffentlicht von

Ich bin überzeugt von Wordpress und lege Websites & Blogs an. Installiere Moodle und darin Online-Kurse, übersetze Inhalte in Materialien wie Videos, Erklärvideos, Fotos, Infografiken, Sketchnotes, Podcasts. Sammle die Namen diverser digitaler Tools, teste. Bin Allrounder ohne Experte eines Tools zu sein. "sugoe" für Susanne Goedeke

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


*