Erweiterte Lernwelten … Digiskills?

Möve

Erweiterte Lernwelten

Eigentlich bin ich gerade völlig absorbiert, die Video-Tutorials für die Blogwerkstatt herzustellen. Dies ist ein Projekt, gefördert von Epale und wb-web.de, in dem WeiterbildnerInnen dazu angeregt werden, ein Blog zu starten. Und dafür produziere ich gerade die Schritt-für-Schritt-Tutorials, welche die Einrichtung eines Blogs beschreiben.

Doch zurück zu den digitalen Lernwelten und den Digiskills. Erweiterte Lernwelten werden auf dem Blog von Erweiterte Lernwelten so beschrieben:

„Erweiterte Lernwelten ist der Kernbegriff eines pädagogischen Konzepts, das sich mit der Verknüpfung analoger und virtueller Lernmodelle und Lernpraxen befasst. Die Grundidee fußt auf dem Gedanken, dass Lernen mit Unterstützung des Internets den geschlossenen Lernalltag der klassischen Unterrichtskultur öffnet und diesen zugunsten der Lernenden inhaltlich, sozial und räumlich ausweitet.“

Die Erweiterungen von Lernwelten durch Webaktivitäten lassen sich auf sechs Ebenen beschreiben:

  1. Erweiterung der Lernorte
  2. Erweiterung der Lernzeiten
  3. Erweiterung der Lerninhalte und Curricula
  4. Personalisierung der Lernwege
  5. Erweiterung der Rolle der Lernbeteiligten
  6. „Glogale“ Vernetzung der Lernbeteiligten

Und beim genauen Betrachten ist es so, dass das, was ich als Digitalisierung einer Volkshochschule hier beschrieben habe, nicht die Erweiterten Lernwelten hier sind, wie es Martin Lindner unter meinem Beitrag kommentierte. Erweiterte Lernwelten sind dann nur ein Teil, der Kernbereich „Online Lernen“. Denn ich schreibe in meinem Artikel über „identifizierte Kernbereiche“, die bei einer Digitalisierung in der Volkshochschule betroffen sind. Die Frage wäre für mich noch, wer die „Lernenden“ in den Erweiterten Lernwelten sind. Für mich klingt es so, als ob die Lernenden nur diejenigen sind, die zur Volkshochschule kommen, um etwas zu lernen. Doch dem ist ja nicht so. Wir sind alle Lernende, und das habe ich versucht in meinem Artikel auszudrücken. Und demnach gibt es auch bei den Erweiterten Lernwelten nicht nur die Lernenden, die die SchülerInnen meint, sondern auch die Lernenden, die die Unterrichtenden sind.

Ich habe versucht, mit meiner Übersicht in beide Richtungen zu denken. Nein, eigentlich habe ich noch nicht in beide Richtungen alles aufgeschrieben, die der SchülerInnen und der Unterrichtenden. Sondern ich habe versucht, erst einmal die Kernbereiche zu identifizieren, wo überall Digitalisierung stattfindet in der Volkshochschule.

Desweiteren gibt es da den Begriff „Digiskills“. Dieser Ansatz setzt da an, dass die Lernenden Kompetenzen erwerben, anhand von 5 Kompetenzbereichen und 8 Kompetenzstufen. Der Gedanke ist, dass man sich vorstellt, wie und welche Kompetenzen erworben werden, um in der Digitalisierung mitzuhalten. Dieser Kompetenzerwerb war auch schon Thema zwischen Herrn Kümmel und mir, denn ich schlug zwei VHS-Angebote für die Bevölkerung vor:

  • eine Art Hilfestunde für Menschen, die Online-Banking nicht können, oder sich nicht auf dem Portal ihrer Krankenkasse einloggen und Eingaben vornehmen können
  • für SchülerInnen, die keinen Unterricht für Programmierung haben, wöchentlich ein Angebot einzurichten, z.B. die Programmiersprache Scratch zu lernen (jede/r, der kommt, bekommt ein Buch und einen Rechner, hat seinen Online-Zugang, eine Person – vielleicht ich – stehen bei Fragen zur Verfügung)

Und diese Angebote ließen sich bestimmt unendlich ausweiten. Ich sehe ein, diese beiden Angebote folgen nicht Kompetenzstufen und Kompetenzbereichen. Doch der Gedanke ist doch der: Welche Angebote holen die Bevölkerung in ihrem Alltag ab, in dem sie Probleme oder Herausforderungen mit der digitalisierten Welt haben?

Oder vielleicht sollte man einen Tag der offenen Tür veranstalten und die Bevölkerung einladen, mal zu erzählen, mit welchen digitalen Herausforderungen sie sich herumschlagen. Das könnte ich mit Herrn Kümmel einmal besprechen.

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Ich bin überzeugt von Wordpress und lege Websites & Blogs an. Installiere Moodle und darin Online-Kurse, übersetze Inhalte in Materialien wie Videos, Erklärvideos, Fotos, Infografiken, Sketchnotes, Podcasts. Sammle die Namen diverser digitaler Tools, teste. Bin Allrounder ohne Experte eines Tools zu sein. "sugoe" für Susanne Goedeke

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Den Tag der offenen Tür fände ich wichtig. Wir müssten erst mal herausfinden, welche Probleme bzw. allgemeine Unsicherheiten die Leute überhaupt haben bzw. selbst empfinden.
    Und dann muss man noch unterscheiden zwischen Problemen, die sich im Prinzip mit „jemand fragen“ und/oder Google/Youtube lösen lassen, und den Herausforderungen, die einen gewissen Schmerzpunkt überschreiten: zu unüberschaubar, zu schwierig, zu viele Schritte. Ab da braucht man einen „Kurs“, also Führung durch eine Art Lernprojekt in einer gewissen Zeit. Und genau da würde nun Angebote nötig.

    • Ja das stimmt. Es muss alles mitgedacht werden. Ich habe mir den Digiskills – Kompetenzrahmen angesehen. Das bewegt sich ja um Rechner / Internet / Texte / Software Medien und als weiteren Schritt im Netz produktiv werden. Wenn ich jetzt an Oldenburg denke, ist das eine sehr ländliche Gegend und es stellt sich mir die Frage, ob das nicht zu eng gedacht ist. Es wollen / sollen ja nicht nur die MitarbeiterInnen und KursleiterInnen der Volkshochschule digitalisiert werden, sondern vor allem auch die Bevölkerung. Ob nun gleich das Aktivwerden im Netz angestrebt werden sollte.. na ich werde berichten.

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